30. Juni 2019

«Wir setzen Massstäbe für die Zukunft»

Für Peter Lehmann, CEO von Swiss Prime Site Immobilien, steht der Kunde als Mensch im Mittelpunkt. Die Projekte JED, YOND und Alto Pont-Rouge lösen das auf verschiedene Weise ein und setzen Akzente, wie in Zukunft gebaut wird.
«Wir schaffen Lebensräume für Menschen. Dabei steht für uns der Kunde immer im Mittelpunkt», formuliert Peter Lehmann, CEO Swiss Prime Site Immobilien, den ersten Anspruch seines Unternehmens. Tatsächlich herrscht rund um den Prime Tower, einem der Leuchtturmprojekte von Swiss Prime Site Immobilien, die angenehme Atmosphäre eines urbanen Quartierkerns. Der direkt angrenzende Bahnhof Hardbrücke trägt ebenso dazu bei wie etwa Einkaufsmöglichkeiten, Restaurationsbetriebe sowie das dazugehörende Kultur- und Veranstaltungszentrum Maag.

«Wir investieren in Büro- und Gewerbeflächen, um unseren Kunden optimalen Raum für die Entfaltung ihrer unternehmerischen Ziele zu bieten. Gleichzeitig haben wir aber bei unseren Projekten auch viele weitere Stakeholder im Blick. Dazu gehören Anwohner, Nachbarn, Stadtplaner, Kulturbetriebe sowie die Umgebung und Gesellschaft an und für sich. Sie sollen sich auf unseren Arealen wohlfühlen und sich gern dort aufhalten», fasst Lehmann eines der wichtigsten Merkmale der Liegenschaften von Swiss Prime Site Immobilien zusammen. «Ein weiterer Aspekt sind die Perspektiven, die wir unseren Stakeholdern bieten», benennt er einen weiteren Anspruch. Die zentralen Lagen der Immobilien und Areale sollen den Mietern den Vorteil bringen, die richtigen Mitarbeiter rekrutieren zu können.

Was Nachhaltigkeit bei Projekten und dem Bestand angeht, positioniert sich das Unternehmen vorbildlich. Wenn möglich und sinnvoll werde bestehende Substanzen erhalten und nachhaltig weiterentwickelt. Tatsächlich ist die sogenannte graue Energie, die bei einem Abbruch und Neubau entsteht, drei Mal höher, als wenn eine bereits bestehende Immobilie für neue Mieterbedürfnisse und -ansprüche transformiert wird. Durch die Weiterentwicklung und Modernisierung eines Objekts werden zudem die Betriebskosten deutlich gesenkt. «Unter dem Strich benötigt dieser Ansatz nicht nur weniger Investitionen, sondern generiert auch eine höhere Rendite», bringt Lehmann die Perspektive aus Investorensicht auf den Punkt.

Der Neubau auf dem JED-Areal ist ein Gegenentwurf zur technischen Aufrüstung von Immobilien. Das Gebäude kommt ohne Heizung, künstliche Lüftung, Kühlung und Zuführung von Fremdenergie aus.


Das Entwicklungsprojekt Alto Pont-Rouge, direkt bei der Station Lancy in Genf, findet sein Ideal in Zürich: Dort wurde der Bahnhof Hardbrücke ausgebaut und das Quartier durch das Maag-Areal aufgewertet.

JED – unabhängig und effizient
Ein Beispiel für die nachhaltige Umnutzung und Erweiterung eines bestehenden Areals ist das Projekt JED (Join.Explore.Dare) an der Zürcherstrasse in Schlieren. Nebst der Sanierung des Bestands wird ein autarker Neubau erstellt. «Ein Projekt, das historische Bauweisen wieder aufnimmt und gleichzeitig Lösungen für aktuelle Brennpunkte wie Klimawandel und Temperaturanstieg in sich vereint», unterstreicht Lehmann die Vorzüge des Vorhabens. «Der Neubau auf dem JED-Areal ist unser Gegenentwurf zur technischen Aufrüstung von Immobilien. Dabei behalten wir jedoch alle Aspekte der Nachhaltigkeit bei», sagt Lehmann. Tatsächlich sieht das Konzept vor, dass die Oberflächen und Materialien so beschaffen sind, dass sie Temperaturschwankungen perfekt ausgleichen können. Das Gebäude wird ohne Heizung, künstliche Lüftung und Kühlung sowie ohne die Zuführung von Fremdenergie auskommen. Ziel ist es, die Temperatur in sämtlichen Innenräumen konstant zwischen angenehmen 22 und 26 Grad Celsius zu halten. Die Betriebs- und Unterhaltskosten werden im Vergleich zu herkömmlichen Immobilien bei lediglich 50 Prozent liegen.

YOND – individuell und flexibel
«Wir bauen Zukunft», erläutert Peter Lehmann den dritten Anspruch von Swiss Prime Site Immobilien. Ein Beispiel dafür ist das Raummodulobjekt YOND an der Albisriederstrasse in Zürich-Albisrieden. Als Zielgruppe beziehungsweise Mieter sind kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups aus den Bereichen Dienstleistung und Produktion definiert. Wichtige Kriterien für diese Kunden seien offene Räume, die die Kommunikation unterstützen und Wachstum ermöglichen, so Lehmann. Genau deshalb sind die 5,5 Meter hohen Raummodule im YOND in ihrer Ausstattung und Materialisierung roh sowie einfach konzipiert. Dadurch entstehen horizontal und vertikal individuelle Möglichkeiten der Gestaltung. «Flexibilität wird generell immer wichtiger», sagt Lehmann. Tatsächlich vereint das 2019 bezugsbereite Gebäude das, was den Zeitgeist der Millennials ausmacht: Räume und Flächen, die sich individuell und kreativ an die gegebene Marktlage der Unternehmen anpassen lassen.

Alto Pont-Rouge – zentral und aufwertend
«Im Vergleich zu anderen Immobilieninvestoren haben wir grössere unternehmerische Freiheiten. Dies spiegelt sich sehr gut in unserer Projektpipeline wider», hält Lehmann fest. Tatsächlich hat Swiss Prime Site Immobilien derzeit insgesamt 15 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Milliarden Franken in Vorbereitung. Dazu zählt unter anderem das Entwicklungsprojekt Alto Pont-Rouge unmittelbar bei der Station Lancy in Genf. Der 2017 eingeweihte Bahnhof ist die erste grosse Bauetappe des Genfer Stadtentwicklungsgebiets Praille-Acacias-Vernets. Auf einer Gesamtfläche von 230 Hektar soll auf dem ehemaligen Industriegelände ein völlig neuer Stadtteil mit Dienstleistungsimmobilien entstehen. «Diese Stadtentwicklung in Genf lässt sich sehr gut mit Zürich und der Hardbrücke vergleichen. Auch dort wurde der Bahnhof ausgebaut und das Quartier mit dem Maag-Areal aufgewertet», präzisiert Lehmann.



Wenn wir das Morgen in unsere Planung einfliessen lassen, sind wir bereits heute zukunftsfähig!
Peter Lehmann, CEO Swiss Prime Site Immobilien
Fragt man Peter Lehmann nach der Zukunft des Bauens, strahlt er Zuversicht aus: «Indem wir den Menschen in den Mittelpunkt unseres Tuns stellen, decken wir die Bedürfnisse unserer Stakeholder ab. Unser Geschäftsmodell, massgeschneiderte Produkte auf den Markt zu bringen, stellt zudem sicher, dass wir innovativ und flexibel bleiben. Wenn wir das Morgen in unsere Planung einfliessen lassen, sind wir bereits heute zukunftsfähig!»

Dieser Artikel ist im Original in der NZZ-Verlagsbeilage «Zukunft Bauen» erschienen.
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Nachhaltiges Bauen ist eine der zentralen Bestrebungen von Swiss Prime Site Immobilien. Deshalb orientiert sich das Unternehmen bei künftigen Bauprojekten mehrheitlich am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS). Den Anfang macht ein Geschäftskomplex am Pont-Rouge in Lancy. Bericht einer Standortbegehung im zukünftigen Geschäftsviertel von Genf.

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