12. August 2018

Life und Science in Olten

Das Usego-Gebäude in Olten beherbergte schon vieles: Logistikzentrum, Detailhandel, Kaffeerösterei. Für die Bürger gehört es damit fest zur Oltner Geschichte. Für Edna Slegers, Projektentwicklerin bei Swiss Prime Site Immobilien entsteht auf dem Areal ein neues Quartier und damit ein Stück Zukunft. Wir treffen sie und Asset Manager Reto Felder im Büro von Rolf Schmid, der mit dem Verein swissbiolabs von hier aus Life Science-Startups in die Region holen will.
Grosse Räume, hohe Decken, viel Licht. Ein idealer Ort zum Arbeiten. Nur vier, fünf weitere Schreibtische und Stühle fehlen. An denen, die schon dastehen, hängen noch die Etiketten. «Wie Sie sehen, ist noch ein bisschen was zu tun, aber die ersten Mieter arbeiten bereits regelmässig hier», begrüsst uns Rolf Schmid. Als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Region hat er zusammen mit seinem Team und weiteren Initianten swissbiolabs ins Leben gerufen. Ein Verein, der Start-ups aus dem Bereich Life Science und Diagnostik nach Olten bringen will.

«Angefangen hat alles vor vier Jahren. Da bekamen wir vermehrt Anfragen, ob es in Olten Laborräume für Start-ups gibt.» Gab es nicht. Doch Rolf Schmid liess die Idee nicht mehr los. Mit dem Einzug des Medtech-Pioniers Sensile Medical ins frisch renovierte Usego-Gebäude formte sich die Idee zu einer Vision: Hier auf dem Areal soll ein Life Science-Cluster entstehen. «Wir wollen eine Community schaffen, von der jedes einzelne Unternehmen profitiert», erklärt Schmid. «So stellen die einen vielleicht Hardware für den Bereich der Diagnostik her, während die anderen an der passenden Software tüfteln oder Consulting anbieten. Wir wollen Synergien fördern und ein Netzwerk aufbauen. Dafür arbeiten wir eng mit der Industrie, mit Branchenorganisationen und mit der Hochschule für Life Sciences in Muttenz zusammen. Wir schaffen hier vor Ort moderne Arbeitsplätze, die flexibel angemietet werden können.»

Reto Felder und Edna Slegers von Swiss Prime Site Immobilien im Gespräch mit Rolf Schmid von swissbiolabs.
Die kleinen Unternehmen sollen in ihrem Tempo wachsen können. Swiss Prime Site Immobilien und swissbiolabs bieten ihnen das innovative Umfeld dafür: Labor-, Büro- und Lagerräume, die flexibel gemietet und eingerichtet werden können. «Die wichtigsten Dinge, die ein Start-up braucht, sind ein Arbeitsplatz, ein Sitzungszimmer, eine Adresse und ein unterstützendes Umfeld», weiss Schmid. «Das stellen wir zu günstigen Konditionen bereit – zusammen mit dem Versprechen hier auch wachsen zu können.» Dieses ist eines der wichtigsten Argumente für die neuen Mieter. «Das Areal entwickelt sich mit den Unternehmen», erklärt Slegers. «Wir bauen nicht alles gleichzeitig, sondern Stück für Stück. So können wir die Unternehmen bei der Planung einbeziehen.» Hinzu kommt, dass der Neubau selbst flexibel angelegt wird. «Wir bauen zum Beispiel ein überhohes Erdgeschoss, in das die Mieter bei Platzbedarf noch eine Decke einziehen und so eine zweite Ebene schaffen können», sagt Slegers.

Wachsen will auch der Ankermieter Sensile Medical. Im Sommer 2017 eingezogen, arbeiten mittlerweile 130 Mitarbeiter auf 3500 m2 für das Unternehmen. Und es sollen mehr werden. «Derzeit haben wir 20 Prozent Leerstand», sagt Reto Felder. «Und die stellen wir gern Sensile Medical und anderen Mietern zur Verfügung, die bald mehr Raum benötigen.»

Entwicklungsfreiheit, Standortsicherheit und Kollaboration sind die zentralen Versprechen, die Swiss Prime Site Immobilien zukünftigen Mietern auf dem Usego-Areal macht. Doch der Standort bietet noch mehr. «Die Verkehrsanbindung mit der Haltestelle direkt vor dem Haus und die zentrale Lage zwischen Zürich, Basel und Luzern ist optimal», so Felder. Und Schmid ergänzt: «Damit profitieren die Unternehmen, die sich in Olten ansiedeln, von einem grossen Einzugsbereich für qualifizierte Arbeitnehmer und Fachkräfte.»

Usego-Areal: Life und Science an einem Ort.


Wir wollen bauen, was gebraucht wird.

Für Pendler wird es auch nach dem Umbau noch ausreichend Parkplätze geben; genauso wie Veloabstellplätze mit Ladestationen, versichert Slegers. Sie freut sich auf ein vielfältiges Quartier, «wo jetzt nur Autos parkiert werden.» Ihre Pläne für die Bebauung des Areals werden bis Ende August bei einer sogenannten «Mitwirkungsausstellung» im Oltner Stadthaus zu sehen sein. «Wir wollen den Bürgern zeigen, was wir mit dem Areal vorhaben. Neben Bewährtem soll auch Raum für Neues geschaffen werden. Das historische «Gewerbeschloss» bleibt trotz des Baus direkt an der Solothurner Strasse sichtbar, bestätigt Slegers. Der Bewilligungsprozess vonseiten der Stadt wird bis Anfang nächsten Jahres dauern. Als erstes stünden allerdings keine neuen Gewerbeflächen auf dem Programm, sondern der Bau eines Tertianums. «In Olten wurde schon lange nach einem neuen Standort für das Wohn- und Pflegezentrum Brunnematt gesucht», erklärt Slegers. «Wir wollen für Vielfalt auch ausserhalb von Büro- und Ladenöffnungszeiten sorgen. Wenn Ältere und Jüngere im Café, im Usego-Garten oder auch bei der Physiotherapie zusammenkommen, belebt das den Ort zusätzlich und sorgt für gesellschaftliche Attraktivität.»

Denn darum geht es. Eine Umgebung zu schaffen, in der die Menschen gern arbeiten, leben und ihre Zeit verbringen. Life und Science an einem Ort, gewissermassen. «Im Erdgeschoss des Tertianums planen wir ein attraktives Bistro», so Felder. Weitere Gastronomiekonzepte sind denkbar. «Damit wollen wir gewährleisten, dass sich die Menschen und unsere Mieter auf dem Areal rundum wohl fühlen. Ein Fitnessstudio gibt es bereits. Und auch ein Detailhändler ist vor Ort.»

Wir bauen nicht alles gleichzeitig, sondern Stück für Stück. So können wir die Unternehmen bei der Planung einbeziehen.
Bei den Unternehmen kommt das gut an. Auch, wenn sich die Baumassnahmen allenfalls über die nächsten zehn Jahre erstrecken werden. «Der Vorteil für die Mieter ist, dass sie mitbestimmen können», so Slegers. «Wir wollen bauen, was gebraucht wird. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass sich die Weiterentwicklung des Areals so wenig wie möglich auf die Arbeit der Unternehmen auswirkt. Schon jetzt sind wir mit benachbarten Firmen in Kontakt, um während der Bauphase den Mietstandard weiterhin hoch zu halten.»

Neben einem ausgewogenen und guten Mobilitätskonzept des künftigen Usego-Areals ist für die Swiss Prime Site Immobilien Nachhaltigkeit von grosser Bedeutung. «Energie und deren Gewinnung ist für uns ein wichtiger Punkt. Dabei setzen wir auf Erdsonden statt fossile Brennstoffe», erklärt Slegers. «Zudem sorgen wir dafür, dass Regenwasser über Versickerungsflächen ins Grundwasser gelangen kann.»

Alles durchdacht und doch offen. Denn wie die Räume und Arbeitsplätze, die hier entstehen, im Detail aussehen werden, entscheiden die Mieter. Das macht die Projektentwicklung von Swiss Prime Site Immobilien hier in Olten, wo sich auch der Hauptsitz des Unternehmens befindet, so spannend, sind sich Edna Slegers, Reto Felder und Rolf Schmid einig.


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